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Was ist ein Pucksack / Pucktuch?

Ein Pucksack traditionell als Wickeltuch oder Pucktuch bekannt ist eine alte und bewährte Tradition dem Baby Geborgenheit und Schutz zu bieten. Hierfür wurden früher einfache Tücher verwendet die mit richtiger Wickeltechnik eng um das Baby gewickelt wurden. Heutzutage empfiehlt sich statt dem Einsatz der Tücher, der Einsatz eines speziell für den Anwendungsfall entwickelten Pucksacks bzw. Pucktuchs.

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Bewertung
Größen0-3 & 3-6 Monate0-3 Monate0-3 & 3-6 Monate
verschiedene Modelle
Material100% Bio Baumwolle100% Baumwollfrottee100% Baumwolle
Klettverschlüsse
separater Beinbereich
Besonderheiten
  • preisgekrönt mit Baby Innovation Award
  • mit Innenweste
  • Markenware gute Qualität
  • für eine gesunde Hüftstellung
  • viele Motive
  • Waschmaschinenfest
  • ausführliche Größentabelle (siehe Details)
  • ausführlicher deutscher Anleitung
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Warum sollte man sein Kind Pucken?

Ein Grund sein Kind zu mit einem Pucksack oder Pucktuch zu wickeln ist der sogenannte Moro-Reflex. Dieser Reflex tritt bei Kindern vermehrt in den ersten Lebensmonaten auf. Der Moro Reflex ist auch bekannt als Klammerungsreflex oder Umklammerungsreflex und ist nach dem Ernst Moro benannt. Er beschreibt das ruckartige Strecken der Arme, Spreizen der Finger und Öffnen des Mundes. Der Reflex ist bei Neugeboren überlebenswichtig da er dazu dient die ersten Atemzüge nach dem Durchtrennen der Nabelschnur einzuleiten. Der Reflex wird vermehrt in den ersten Lebensmonaten durch unterschiedlich Situationen ausgelöst. Hierzu gehören Geräusche oder Bewegung. Der Reflex verliert sich durch die Reife des Nervensystems meist in zwischen dem 2 und 5 Lebensmonat.

Um dem Kind einen angenehmeren Schlaf zu ermöglichen, kann durch das gezielte Pucken des Babies in den ersten Monaten nach der Geburt erreicht werden.

Das leichte fixieren der Arme und Beine kontrolliert den Moro-Reflex und lässt das Baby in der Regel leichter Ein- und Durchschlafen.

Schlafen Babys besser mit einem Pucksack ?

Diese Frage kann man leider nicht allgemein Beantworten, da sich die Babies hier zumindest zum Teil unterscheiden. Generell kann man aber sagen, dass sich der Grossteil der Babies durch das “Pucken” sehr wohl fühlen. Gerade unruhige Kinder fühlen sich durch die “Enge” vom Pucktuch geborgen und beschützt. Der fehlende Platz erinnert an die Enge im Mutterleib und gleichzeitig spendet Pucksack zusätzliche Wärme. Ganz Allgemein kann man sagen, dass gerade die Reaktion des Kindes von größter Bedeutung ist. Für viele Kinder ist diese Methode gut geeignet andere mögen es garnicht.

Pucksack oder Pucktuch. Was ist besser?

baby_pucksack_pucktuch

(links) Baby Pucktuch | (rechts) Pucksack

Wenn man sich für das Pucken seines Kindes entscheidet muss man sich zwischen zwei Varianten entscheiden. Das Pucktuch oder der Pucksack. Doch welche Variante ist die bessere? Pauschal kann man dies nicht genau sagen, da beide Varianten Vor und Nachteile haben. Vorab kann man aber sagen, dass bis auf einige Kleinigkeiten meist der Pucksack die Nase vorne hat. Der größte Nachteil bei der Verwendung eines Pucktuches ist die Wickeltechnik. Zum Einen muss man diese erlernen zum Andern ist das Wickeln immer ein größere Aufwand als die Verwendung eines Pucksacks. Ganz besonders wichtig ist neben der Technik, dass das Baby nicht zu fest “gepuckt” wird.
Dies kann leicht zu Quetschungen führen. Pucken Sie Ihr Baby zu schwach gehen bekommt ihr Baby nicht ausreichend wärme und fühlt sich nicht geschützt. Beherzigt man diese Punkte und hat kein Problem mit dem Mehraufwand so findet man die Pucktücher in der Regel günstiger als die Pucksäcke. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auflistung der Vorteile und Nachteile von Pucksack und Pucktuch. Entscheiden Sie selbst was besser zu Ihnen und Ihrem Baby passt.

Vorteile eines  Pucksacks

  • Die meisten Babies fühlen sich geborgen und beschützt wie im Mutterleib
  • Spendet Wärme
  • Durch praktische Klettverschlüsse einfach und schnell anzulegen
  • Von Hebammen empfohlen
  • Speziell für unrühige Babies
  • Unterstützt beim Einschlafen / Durchschlafen

Nachteile des Pucksacks

  • In der Regel Teuerer als ein Pucktuch
  • Schwerer zu reinigen


Vorteile eines Pucktuches

  • In der Regel günstiger als ein Pucksack
  • Kann auch als Wickelunterlage verwendet werden
  • Das Baby kann durch das Pucken mit dem Tuch eng umwickelt werden
  • Passt sich der Kontur des Babies an
  • Speziell für unrühige Babies
  • Unterstützt beim Einschlafen / Durchschlafen

Nachteile des Pucktuchs

  • Unpraktischer in der Anwendung als der Pucksack
  • Zeitaufwändiger als die Anwendung eines Pucksacks
  • Richtige Wickeltechnik muss gelernt werden
  • Kind kann zu “fest” gewickelt werden

Ein richtiger Pucksack

Hat man sich für das Pucken mit Pucksack entschieden ist die Fülle an Angeboten unterschiedlicher Hersteller kaum überschaubar. In Deutschland werden von einigen Herstellern Produkte als Pucksack verkauft welche im Prinzip keine sind. Hierbei handelt es sich in der Regel um einfache Babyschlafsäcke mit engerem Beinbereich. Bei diesen Versionen ist es meistens nicht möglich Arme und die Beine des Babys zu “fixieren”. Gerade dieses Vorgehen bringt nicht den gewünschten Effekt und lässt sich mit einem einfachen Babyschlafsack nicht umsetzen. Achten Sie beim Kauf also immer darauf das sich sowohl die Arme als auch die Beinefixieren” lassen und somit der Freiraum zur Bewegung eingeschränkt wird.
Folgende Pucksäcke erfüllen nach unserem Test diese Kriterien:
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Wie lange Pucken?

Wie lange darf oder sollte man ein Baby pucken? Diese Frage wird häufig gestellt und kann auch hier wieder nicht pauschal beantwortet werden. Als grobe Richtlinie geht man von zwei bis fünf Monaten aus und ist abhängig vom Verhalten des Kindes. Richten sie sich also nach ihrem Kind. In den meisten Fällen macht es Sinn, das Pucken langsam auszuschleichen. Unter Ausschleichen versteht man in diesem Fall das Wickeln oder Anlegen immer “leichter” zu gestalten. Das Pucken dient dazu die unkontrollierten Reflexbewegungen (Moro-Reflex) des Kindes aufzufangen und somit den Schlaf zu verbessern. Durch die Entwicklung und Reife des zentralen Nervensystems verschwindet dieser Reflex mit der Zeit. Sobald dies der Fall ist sollte man mit dem Ausschleichen des Puckens beginnen.

Wichtig: Auch an heissen Sommertagen sollte man beim Pucken die Temperatur des Kindes im Auge behalten. Hier sollte man das Baby eher lockerer Pucken um erhöhte Temperaturen zu vermeiden.

Worauf sollte man beim Pucken zusätzlich achten?

Baby Tragetuch

Baby Tragetuch

Generell sollte man sagen das Kinder sowohl “gepuckt” als auch ohne Puchsack nur auf dem Rücken schlafen sollten. Die Bauchlage beim Schlafen von Babies erhöht das Risiko des plötzlichen Kindstod. Achten Sie gut darauf, dass dem Kind nicht zu warm ist. Dies prüft man am besten durch das Fühlen im Nacken des Kindes. Durch das häufige und regelmäßige Pucken geht in manchen Fällen oftmals der direkte Körperkontakt von Eltern zu Kind verloren. Deshalb achten Sie darauf regelmäßig viel Körperkontakt mit Ihrem Baby zu pflegen. Dies ist sehr wichtig für die Eltern-Kind-Beziehung und die Entwicklung des Neugeborenen. Eine tolle Methode ist hierfür das Tragen des Kindes in einem Tragetuch oder einem speziellen Tragesack.

 

[Tragetuch und Tragesack als LINK zu AMAZON]

Was spricht gegen das Pucken?

Beim Pucken gibt es wie immer viele Befürworter aber auch einige Gegner. Eine der Hauptaussagen der Puckgegner ist die Tatsache, dass das Fixieren des Kindes den natürlichen Bewegungsdrang unterdrücke. Diese Aussage wurde allerdings von zahlreichen Studien widerlegt. Beim Pucken geht es nicht darum das Kind so zu Fixieren, dass es nahezu Bewegungsunfähig ist sondern durch die gewollte Enge ein Gefühl von Geborgenheit zu bieten. Wie bereits schon erwähnt sollte man immer auf sein Kind hören aber wissenschaftlich gesehen spricht nichts dagegen sein Kind mit eine Pucktuch oder Pucksack sicher und Geborgen in den Schlaf zu wiegen.

Wichtig ist natürlich das man die zuvor erwähnten Dinge wie Hüftprobleme, Überhitzung usw. beachtet und einhält.

Pucken als Allheilmittel für schlechten Schlaf

Schaut man sich die Vorteile der Puckens an so könnte man zum Kurzschluss geraten das Pucken wie von Zauberhand das Kind besser Schlafen lässt. Mit diesen Erwartungen werden Sie allerdings hart entäuscht werden. Bei einer großen Anzahl an Kindern hilft das Wickeln des Kindes gerade beim Einschlafen und Verkürzt so die Zeit zum Tiefschlaf.

Wann darf nicht gepuckt werden?

Gibt es Fälle in denen man klar vom Pucken abraten sollte? Ja die gibt es! Leidet ihr Kind unter einem Schaden der Hüfte und muss aus diesem Grund eine Spreizhose oder Hüftschiene tragen. Falls Ja, darf ihr Baby unter keinen Umständen gepuckt werden. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie bitte vor dem Pucken immer Ihren Kinderarzt oder Hebamme. Weiterhin sollte das Kind während einer Erkältung mit Fieber nicht gepuckt werden da es durch die enge und der zusätzlichen Wärme leicht zu einem Hitzesstau im Körper kommen kann.

Anleitung zum Pucken mit Pucktuch

Wie richtig gepuckt wird lässt man sich im Idealfall von einer Hebamme persönlich am eigenen Kind zeigen. Mit etwas Übung lässt sich dies dann auch ohne Probleme alleine machen. Falls man keine Hebamme als persönliche Ansprechpartnerin hat findet man auch im Internet eine Vielzahl an guten Anleitungen. Eine grobe Anleitung zum Pucken sieht wie folgt aus

    1. Zum Pucken mit Tuch verwendet man in der Regel ein viereckiges Tuch.
    2. Das Tuch wird mit der Spitze nach oben auf einer freien Fläche ausgebreitet
    3. Die obere Ecke faltet man zuerst nach innen
    4. Das Baby wird danach mit dem Rücken auf dem Tuch positioniert
    5. Der Nacken des Kindes sollte mit der oben gefalteten Ecke abschließen
    6. Beide Arme werden eng neben dem Körperpositioniert
    7. Zum Schluss werden die beiden Enden über den Körper gefaltet und je nach Ausführung des Tuches mit Verschlüssen befestigt

Hier finden Sie ein gutes Beispielvideo mit Schritt für Schritt Anleitung zum richtigen Pucken mit einem Pucktuch. Falls Sie die Technik des Tuchwickelns nicht erlernen möchten empfiehlt sich der Einsatz eines Pucksacks.


Unsere Checkliste ob Sie es mit dem Pucken versuchen sollten!

  • Hat Ihr Kind große Probleme beim Einschlafen?
  • Wird Ihr Kind häufig wach ohne das es Hunger oder Durst hat?
  • Erschrickt das Neugeboren häufig (Stichwort Moro Reflex) und kommt danach wieder schlecht zur Ruhe?
  • Schläft Ihr Kind gut bei Ihnen ein doch sobald Sie es ins Bett legen wird es wach?

Wenn Sie eine oder mehrere der oben genannten Fragen mit Ja beantwortet haben, dann sollten Sie das Pucken definitiv als Option in Betracht ziehen.

Allgemeine Tipps zum sicheren Babyschlaf

Abschliessend noch ein paar Allgemeine Informations zum sicheren Schlaf bei Neugeborenen. Diese Informationen sind generell gültig und nicht nur auf gepuckte Babies zu beziehen.
1) Achten Sie auf die Sicherheit des Kinderbettes. Das Bett sollte stabil und der Boden durchgehend aus einer Fläche sein. Die Gitterstäbe sollten zischen 4 und 6 Zentimeter auseinander sein. Die Seitenteile des Bettes sollten eine Mindesthöhe von 70 Zentimeter nicht unterschreiten.
2) Das Babybett sollte in einem kühlen dunklen Raum stehen. Im ersten Jahr sollten die Neugeboren bei den Eltern im Schlafzimmer in einem eigenen Bett schlafen. Neuste Studien bestätigen, dass sich hierdurch die Gefahr des plötzlichen Kindtods deutlich reduzieren lässt.
3) Im Kinderbett sollte sich ausser der Matratze mit straff angelegtem Bettuch keine weiteren Dinge befinden. Dies gilt sowohl für Kissen, Decken und Nestchen als auch für Kinderspielzeug und Kuscheltiere.
4) Babies brauchen in der Regel kein Kopfkissen. Solange ihr Kind nicht unter einer Kopfverformung leidet die mit Hilfe eines speziellen Babykopfkissens ausgeglichen werden sollte, wird kein zusätzliches Kissen benötigt. Um dennoch zu verhindern, dass Ihr Baby eine Kopfverformung erleidet können sie präventiv ein Baby Lagerungskissen verwenden. Weitere Informationen Hierzu finden sie Hier.
5) Lassen Sie Ihr Kind nur auf dem Rücken schlafen. Die Bauch oder Seitenlage erhöht die Gefahr des plötzlichen Kindtods.
6) Führen Sie eine Schlafroutine ein. Gehen Sie jeden Abend vor dem Schlafengehen die gleichen Dinge zusammen mit Ihrem Baby durch. Ein Beispiel wäre das Umziehen des Kindes danach Schlaflied und danach geht es ins Bett. Mit der Zeit gewöhnt sich das Kind an diese Routine und es fällt Ihm leichter abzuschalten und sich auf das Schlafen einzustellen.