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Plötzlicher Kindstod

Der plötzliche Kindstod auch bekannt unter dem Namen Krippentod bezeichnet das unerwartete versterben eines Neugeborenen oder Kleinkinds ohne erkennbare Ursache. Der Kindstod tritt meist während der Ruhezeit (Schlaf) des Kindes ein. Die häufigsten Kindstode sind in der Regel im ersten Lebensjahr des Kindes zu verzeichnen. Darüber hinaus, gibt es auch Fälle die erst im zweiten Lebensjahr eintreten.
Beim plötzlichen Kindstod kann durch eine Autopsie nach der Feststellung des Todes keine Ursache für das Versterben ermittelt werden. Im Jahr 2014 verstarben 119 Kinder im altern von 0 – 2 Jahren an nicht erklärbaren Gründen. Die Sterberate bei Jungen ist hierbei höher als die von Mädchen.

Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod

Um zu wissen wie man das Risiko für den plötzlichen Kindstod reduzieren kann, sollte man die wichtigsten Risikofaktoren kennen. Zur größten Risikogruppe gehören zum einen Frühgeburten. Das heißt Säuglinge die bereits vor der 33 Schwangerschaftswoche zur Welt kamen und oder eine sehr geringes Geburtsgewicht verzeichnen. Auch das Alter der Mutter stellt ein Risikofaktor im Bezug auf den plötzlichen Kindstod dar. Weiter negative Einflüsse können Alkohol und Drogenkonsum der Mutter während und nach der Schwangerschaft sein. Auch das Rauchen, sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Schwangerschaft, in direkter Umgebung des Kindes, kann das Risiko erhöhen. Weitere Faktoren sind falsche Schlafgewohnheiten wie Bauchlage, Überhitzung und nicht optimal gestaltet Schlafmöglichkeit.

Was tun um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu vermeiden?

  • Kein Alkohol, keine Drogen, kein Rauchen (Sowohl während als auch nach der Schwangerschaft)
  • Stillen (Kinder die gestillt werden versterben prozentual gesehen seltener als nicht gestillte Kinder)
  • Babybett sollte in den ersten zwei Jahren mit im Elternzimmer stehen
  • Schlafzimmertemperatur soll zwischen mindestes 18 Grad Celius bis maximal 21 Grad Celsius liegen
  • Speziell für unrühige Babies
  • Optimal eingerichtetes Babybett

Was gehört in ein Babybett

Nichts! So einfach es klingen mag, so schwer scheint oftmals die Umsetzung. In ein Babybett gehört neben der Matratze mit fest anliegendem Spannbettlaken NICHTS. Das heißt, keine Decken, keine Kuscheltiere, Spielzeuge oder Nestchen (Bettumrandungen). Diese können die Luftzirkulation stören oder zur Erstickung des Babys führen. Das Neugeborene selbst sollte gekleidet in einem Body in einem entsprechenden Babyschlafsack gebettet sein. Hierbei muss auf die passende Größe und Art des Schlafsacks geachtet werden. Weitere Informationen zum Thema Babyschlafsack finden Sie unter [Alles über Babyschlafsäcke]. Das Baby sollte immer auf dem Rücken schlafen. Untersuchung haben gezeigt, dass der plötzliche Kindstod vermehrt durch Bauchlage des Kindes herbeigeführt wird. Wichtig zu beachten ist auch, dass das Kind zwar im Zimmer der Eltern schlafen sollte, hier allerdings in seinem eigenen Bett schlafen muss. Viele Eltern nehmen Ihr Kind schon sehr früh mit ins eigene Bett. Dies kann unter Umständen auch die Sauerstoffversorgung des Kindes beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zur Erstickung führen.

Erste Hilfe Kurs für Kleinkinder und Babys

Das Deutsche Rote Kreuz bietet neben zahlreichen Leistungen und Kursen auch einen Erstehilfe-Kurs für Kleinkinder an. Gerade unerfahren Eltern können hier das richtige Verhalten im Ernstfall erlernen und so zusätzlich Absichern. Ob ein Kurs in Ihrer Nähe zu finden ist können sie auf der [Seite des Deutschen Roten Kreuzes] prüfen. Auch über die Kostenfrei Hotline des DRK (0800 365 000) können Termine für den Erstehilfe-Kurs für Kleinkinder erfragt werden.


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